22.05.2026
von Susanne Roth / PZ
Bei der 30. Ausbildungs- und Studienmesse der Agentur für Arbeit standen über 150 Aussteller im CongressCentrum Rede und Antwort.
Bereits Stunden vor dem offiziellen Start haben sich die Aussteller an ihren zugewiesenen Standplätzen eingerichtet, Videoleinwände aufgebaut, Aufsteller postiert, Flyer ausgelegt und auch jede Menge Werbegeschenke. Über dem geschäftigen Treiben zwei mit Gas gefüllte Ballons, die nebeneinander schwebend die Ziffer 30 zeigen.

Irgendwas ist anders, festlicher als bei den anderen Ausbildungs- und Berufsmessen, seit vielen Jahren im CongressCentrum (CCP) angesiedelt. Viel Prominenz – allen voran Oberbürgermeister Peter Boch – aus Politik, Handwerk, Industrie, führende Köpfe der zum Erfolg beitragenden Akteure dieser Messe kommen zusammen, als Martina Lehmann unter besagter Ziffer stehend zum Mikrofon greift. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim erklärt dann auch, was es mit den Luftballons auf sich hat: Es sei der 30. Geburtstag der „Beruf aktuell„-Messe, was sie mit „tiefer Dankbarkeit“ erfülle angesichts eines engagierten Organisationsteams, aber auch wegen der Vielfalt der die Arbeitswelt repräsentierenden Aussteller. Aus gegebenem Anlass erhält Lehmann aus den Händen des CCP-Vertriebsleiters Daniel Schuch den „Sold-out-Award“ – den Ausverkauft-Preis.
Im Team, das zusammengerufen wird, ist auch Silvia Heinkel, von Anfang an dabei. Sie erinnert sich noch gut an die Anfänge im damals so genannten Arbeitsamt mit 19 Ausstellern. „Das war dann aber irgendwann echt zu eng“, sagt sie. Angesichts von stetig wachsendem Interesse bis hin zu aktuell 152 ausstellenden Firmen aus allen möglichen Branchen – die „Pforzheimer Zeitung“ ist auch dabei – nachvollziehbar. Und es gibt eine Warteliste, sagt Lehmann. Die Messe, die gleichwohl bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern beziehungsweise Auszubildenden einen guten Ruf hat, verdankt diesen auch der Tatsache, dass „wir alles in Eigenregie machen“, so Lehmann. Das hält die Standgebühren im annehmbaren Rahmen und gibt somit auch kleineren Betrieben oder jenen, die „im Moment nicht so gut dastehen“, eine Chance, dabei zu sein. Zudem mischen sich nicht nur insgesamt etwa 20 Berufsberater ihrer Agentur unter die Gäste, sondern auch Mitglieder des Teams, das für den Arbeitgeberservice zuständig ist. Diese können ihren Bedarf kommunizieren und erhalten später Nachricht. Und die Suchenden auf der anderen Seite werden ebenfalls gut bedient – bereits im Vorfeld. Oft werden sie direkt an Schulen auf die Messe vorbereitet, um nicht vollkommen überfordert in Trubel unterzugehen. Das sei angesichts der Tatsache, dass es immer weniger junge Leute gebe, wichtig.
Gut vorbereitet zeigen sich auch die beiden Freundinnen Alessya (14) und Leana (15) von der Osterfeldrealschule. Sie wissen schon genau, nach was sie Ausschau halten: „Wir wollen Bürokauffrau werden“, sagt Alessya, deren Vater den entscheidenden Hinweis gab. Das beobachtet Lehmann auch: „Die Eltern sind die wichtigsten Berufsberater.“
Unter die hohen Gäste hat sich auch Catarina Haberstroh gemischt. Die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft ist begeistert. Zwar habe eine Studie gezeigt, dass die Relevanz von Messen nachlasse. „Parallel dazu nimmt der Wunsch junger Menschen nach einem persönlichen Gespräch aber zu“, weiß sie. Begeistert ist sie auch vom breit gefächerten Angebot des Handwerks. Wie etwa dem zum ersten Mal in dieser Form vertretenen Dachdeckerhandwerks im Freien.
22.05.2026
von Susanne Roth / PZ
Bei der 30. Ausbildungs- und Studienmesse der Agentur für Arbeit standen über 150 Aussteller im CongressCentrum Rede und Antwort.
Bereits Stunden vor dem offiziellen Start haben sich die Aussteller an ihren zugewiesenen Standplätzen eingerichtet, Videoleinwände aufgebaut, Aufsteller postiert, Flyer ausgelegt und auch jede Menge Werbegeschenke. Über dem geschäftigen Treiben zwei mit Gas gefüllte Ballons, die nebeneinander schwebend die Ziffer 30 zeigen.

Irgendwas ist anders, festlicher als bei den anderen Ausbildungs- und Berufsmessen, seit vielen Jahren im CongressCentrum (CCP) angesiedelt. Viel Prominenz – allen voran Oberbürgermeister Peter Boch – aus Politik, Handwerk, Industrie, führende Köpfe der zum Erfolg beitragenden Akteure dieser Messe kommen zusammen, als Martina Lehmann unter besagter Ziffer stehend zum Mikrofon greift. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim erklärt dann auch, was es mit den Luftballons auf sich hat: Es sei der 30. Geburtstag der „Beruf aktuell„-Messe, was sie mit „tiefer Dankbarkeit“ erfülle angesichts eines engagierten Organisationsteams, aber auch wegen der Vielfalt der die Arbeitswelt repräsentierenden Aussteller. Aus gegebenem Anlass erhält Lehmann aus den Händen des CCP-Vertriebsleiters Daniel Schuch den „Sold-out-Award“ – den Ausverkauft-Preis.
Im Team, das zusammengerufen wird, ist auch Silvia Heinkel, von Anfang an dabei. Sie erinnert sich noch gut an die Anfänge im damals so genannten Arbeitsamt mit 19 Ausstellern. „Das war dann aber irgendwann echt zu eng“, sagt sie. Angesichts von stetig wachsendem Interesse bis hin zu aktuell 152 ausstellenden Firmen aus allen möglichen Branchen – die „Pforzheimer Zeitung“ ist auch dabei – nachvollziehbar. Und es gibt eine Warteliste, sagt Lehmann. Die Messe, die gleichwohl bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern beziehungsweise Auszubildenden einen guten Ruf hat, verdankt diesen auch der Tatsache, dass „wir alles in Eigenregie machen“, so Lehmann. Das hält die Standgebühren im annehmbaren Rahmen und gibt somit auch kleineren Betrieben oder jenen, die „im Moment nicht so gut dastehen“, eine Chance, dabei zu sein. Zudem mischen sich nicht nur insgesamt etwa 20 Berufsberater ihrer Agentur unter die Gäste, sondern auch Mitglieder des Teams, das für den Arbeitgeberservice zuständig ist. Diese können ihren Bedarf kommunizieren und erhalten später Nachricht. Und die Suchenden auf der anderen Seite werden ebenfalls gut bedient – bereits im Vorfeld. Oft werden sie direkt an Schulen auf die Messe vorbereitet, um nicht vollkommen überfordert in Trubel unterzugehen. Das sei angesichts der Tatsache, dass es immer weniger junge Leute gebe, wichtig.
Gut vorbereitet zeigen sich auch die beiden Freundinnen Alessya (14) und Leana (15) von der Osterfeldrealschule. Sie wissen schon genau, nach was sie Ausschau halten: „Wir wollen Bürokauffrau werden“, sagt Alessya, deren Vater den entscheidenden Hinweis gab. Das beobachtet Lehmann auch: „Die Eltern sind die wichtigsten Berufsberater.“
Unter die hohen Gäste hat sich auch Catarina Haberstroh gemischt. Die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft ist begeistert. Zwar habe eine Studie gezeigt, dass die Relevanz von Messen nachlasse. „Parallel dazu nimmt der Wunsch junger Menschen nach einem persönlichen Gespräch aber zu“, weiß sie. Begeistert ist sie auch vom breit gefächerten Angebot des Handwerks. Wie etwa dem zum ersten Mal in dieser Form vertretenen Dachdeckerhandwerks im Freien.