30.7.2026
von Sandra Gallian
Als sich Jana Mächtel aus einem Besprechungsraum in Alabama zuschaltet, liegen rund 7.500 Kilometer zwischen ihr und der Akademie der Hochschule Pforzheim in Nagold. Seit Oktober 2025 arbeitet sie für Mercedes-Benz in den USA, zunächst in der Werksprojektleitung für GLE, GLS und Maybach. Demnächst übernimmt sie bereits ihre nächste Aufgabe – als Assistenz der Werkleitung.
Dass ihre Karriere sie einmal in die USA führen würde, war nach dem Abitur keineswegs vorgezeichnet. Im Gegenteil: Ihr Weg verlief alles andere als geradlinig.

Nach dem Abitur 2018 begann Jana Mächtel ein Vollzeitstudium im Bereich Internationales Wirtschaftswesen. Eigentlich hatte sie sich auf das typische Studentenleben gefreut. Doch schon nach einem Jahr machte die Corona-Pandemie alle Erwartungen zunichte.
„Ich wollte studieren – aber eben auch das Studentenleben erleben. Stattdessen war plötzlich alles online. Da habe ich einen richtigen Frust entwickelt.“
Nach dem Bachelor entschied sie sich deshalb bewusst gegen einen direkten Master. Stattdessen wollte sie praktische Erfahrungen sammeln und startete bei Mercedes-Benz in Rastatt als Einsatzplanerin im Anlaufmanagement. Dort verantwortete sie die Planung zukünftiger Fahrzeuganläufe – eine Aufgabe mit viel Verantwortung.
Trotzdem stellte sich nach einiger Zeit Ernüchterung ein.
„Mir war irgendwann langweilig. Ich habe gemerkt, dass mich nur Vollzeit zu arbeiten nicht vollständig erfüllt.“
Für viele wäre das der Moment gewesen, den Arbeitgeber zu wechseln. Jana Mächtel entschied sich für einen anderen Weg: Sie wollte sich weiterqualifizieren.
Über die Mercedes Academic Programmes erhielt sie die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes Masterstudium zu beginnen. Das Unternehmen beteiligt sich dabei an den Studiengebühren – vorausgesetzt, die Mitarbeitenden überzeugen in einem internen Auswahlverfahren.
Bei einer Mercedes Study Week lernte sie verschiedene Hochschulen kennen. Am Ende fiel ihre Wahl auf die Akademie der Hochschule Pforzheim.
„Das war für mich einfach der beste Fit.“
Der Grund lag weniger im Studiengang als im Konzept. Präsenzveranstaltungen gab es nur zu Beginn und am Ende eines Semesters. Dazwischen konnte sie die Inhalte online und zeitlich flexibel bearbeiten.
„Das war für mich ein echter Gamechanger. Mein Berufsalltag war oft nicht planbar. Dass ich lernen konnte, wann es für mich passte, war entscheidend.“

Nach einem erfolgreichen Assessment-Center übernahm Mercedes-Benz die Studienförderung. Gemeinsam mit ihrer Führungskraft entwickelte Jana Mächtel einen persönlichen Entwicklungsplan. Auch die Studieninhalte wurden gezielt auf ihre berufliche Entwicklung abgestimmt.
Im Masterstudiengang Strategisches Innovationsmanagement belegte sie unter anderem die Schwerpunkte Finance & Controlling sowie Künstliche Intelligenz und Data Analytics.
„Viele Inhalte konnte ich direkt im Unternehmen anwenden. Gleichzeitig habe ich durch das Studium neue Perspektiven eingebracht.“ Dass Weiterbildung und Praxis so eng ineinandergreifen konnten, empfand sie als großen Vorteil.
Schon im ersten Modul merkte sie, dass dieses Studium anders war.
„Alle standen mitten im Berufsleben. Jeder wusste, warum er hier ist.“
Es entstanden Lerngruppen, regelmäßige Online-Treffen und gemeinsame Projektarbeiten. Niemand musste motiviert werden – alle wollten sich weiterentwickeln.
Besonders spannend fand Jana Mächtel den Austausch mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen.
„Ich war immer in großen Konzernen unterwegs. Im Studium habe ich plötzlich Einblicke in mittelständische Unternehmen oder die Perspektive von Selbstständigen bekommen. Das erweitert den eigenen Horizont enorm.“
Auch die Projektarbeiten blieben ihr in Erinnerung. Viele Aufgaben ließen sich direkt auf den eigenen Berufsalltag übertragen. Begeistert erzählt sie noch heute von einem Professor aus dem Bereich Brand Strategy und Marketing.
„Er hatte damals am Apple Mac mitgearbeitet und sprühte nur so vor Ideen. Das war unglaublich inspirierend.“
Berufsbegleitend zu studieren bedeutet allerdings auch, Freizeit bewusst einzuteilen. Jana Mächtel absolvierte zeitweise vier Module pro Semester und investierte jede Woche fünf bis zehn Stunden zusätzlich ins Studium.
„Freitag nach der Arbeit und Samstagvormittag waren meistens für die Hochschule reserviert.“Der Schlüssel zum Erfolg sei ein klarer Rhythmus gewesen.
„Zeitmanagement ist alles. Und natürlich Disziplin.“ Dass sie den Master bereits nach 22 Monaten abschloss, war auch ihrer bevorstehenden Versetzung in die USA geschuldet. „Das hat mich zusätzlich motiviert. Ich wollte den Abschluss unbedingt vorher in der Tasche haben.“
Heute arbeitet Jana Mächtel bei Mercedes-Benz in Alabama und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Für sie ist klar: Der Master war weit mehr als ein weiterer akademischer Abschluss.
„Durch den Bachelor war ich eher Generalistin. Mit dem Master wird man Spezialistin.“ Vor allem habe sie gelernt, komplexe Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten – eine Fähigkeit, die ihr heute täglich helfe. Ihr Rat an alle, die über eine berufsbegleitende Weiterbildung nachdenken?
„Schaut euch genau an, welches Studienkonzept zu eurem Leben passt. Es gibt so viel, was man noch lernen kann. Wichtig ist, den eigenen Interessen zu folgen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Dann lächelt sie. „Für mich persönlich war das eine der besten Entscheidungen überhaupt. Ich habe keine Sekunde bereut.“



30.7.2026
„Die AHP war für mich einfach der beste Fit.“
von Sandra Gallian
Als sich Jana Mächtel aus einem Besprechungsraum in Alabama zuschaltet, liegen rund 7.500 Kilometer zwischen ihr und der Akademie der Hochschule Pforzheim in Nagold. Seit Oktober 2025 arbeitet sie für Mercedes-Benz in den USA, zunächst in der Werksprojektleitung für GLE, GLS und Maybach. Demnächst übernimmt sie bereits ihre nächste Aufgabe – als Assistenz der Werkleitung.
Dass ihre Karriere sie einmal in die USA führen würde, war nach dem Abitur keineswegs vorgezeichnet. Im Gegenteil: Ihr Weg verlief alles andere als geradlinig.

Nach dem Abitur 2018 begann Jana Mächtel ein Vollzeitstudium im Bereich Internationales Wirtschaftswesen. Eigentlich hatte sie sich auf das typische Studentenleben gefreut. Doch schon nach einem Jahr machte die Corona-Pandemie alle Erwartungen zunichte.
„Ich wollte studieren – aber eben auch das Studentenleben erleben. Stattdessen war plötzlich alles online. Da habe ich einen richtigen Frust entwickelt.“
Nach dem Bachelor entschied sie sich deshalb bewusst gegen einen direkten Master. Stattdessen wollte sie praktische Erfahrungen sammeln und startete bei Mercedes-Benz in Rastatt als Einsatzplanerin im Anlaufmanagement. Dort verantwortete sie die Planung zukünftiger Fahrzeuganläufe – eine Aufgabe mit viel Verantwortung.
Trotzdem stellte sich nach einiger Zeit Ernüchterung ein.
„Mir war irgendwann langweilig. Ich habe gemerkt, dass mich nur Vollzeit zu arbeiten nicht vollständig erfüllt.“
Für viele wäre das der Moment gewesen, den Arbeitgeber zu wechseln. Jana Mächtel entschied sich für einen anderen Weg: Sie wollte sich weiterqualifizieren.
Über die Mercedes Academic Programmes erhielt sie die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes Masterstudium zu beginnen. Das Unternehmen beteiligt sich dabei an den Studiengebühren – vorausgesetzt, die Mitarbeitenden überzeugen in einem internen Auswahlverfahren.
Bei einer Mercedes Study Week lernte sie verschiedene Hochschulen kennen. Am Ende fiel ihre Wahl auf die Akademie der Hochschule Pforzheim.
„Das war für mich einfach der beste Fit.“
Der Grund lag weniger im Studiengang als im Konzept. Präsenzveranstaltungen gab es nur zu Beginn und am Ende eines Semesters. Dazwischen konnte sie die Inhalte online und zeitlich flexibel bearbeiten.
„Das war für mich ein echter Gamechanger. Mein Berufsalltag war oft nicht planbar. Dass ich lernen konnte, wann es für mich passte, war entscheidend.“

Nach einem erfolgreichen Assessment-Center übernahm Mercedes-Benz die Studienförderung. Gemeinsam mit ihrer Führungskraft entwickelte Jana Mächtel einen persönlichen Entwicklungsplan. Auch die Studieninhalte wurden gezielt auf ihre berufliche Entwicklung abgestimmt.
Im Masterstudiengang Strategisches Innovationsmanagement belegte sie unter anderem die Schwerpunkte Finance & Controlling sowie Künstliche Intelligenz und Data Analytics.
„Viele Inhalte konnte ich direkt im Unternehmen anwenden. Gleichzeitig habe ich durch das Studium neue Perspektiven eingebracht.“ Dass Weiterbildung und Praxis so eng ineinandergreifen konnten, empfand sie als großen Vorteil.
Schon im ersten Modul merkte sie, dass dieses Studium anders war.
„Alle standen mitten im Berufsleben. Jeder wusste, warum er hier ist.“
Es entstanden Lerngruppen, regelmäßige Online-Treffen und gemeinsame Projektarbeiten. Niemand musste motiviert werden – alle wollten sich weiterentwickeln.
Besonders spannend fand Jana Mächtel den Austausch mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen.
„Ich war immer in großen Konzernen unterwegs. Im Studium habe ich plötzlich Einblicke in mittelständische Unternehmen oder die Perspektive von Selbstständigen bekommen. Das erweitert den eigenen Horizont enorm.“
Auch die Projektarbeiten blieben ihr in Erinnerung. Viele Aufgaben ließen sich direkt auf den eigenen Berufsalltag übertragen. Begeistert erzählt sie noch heute von einem Professor aus dem Bereich Brand Strategy und Marketing.
„Er hatte damals am Apple Mac mitgearbeitet und sprühte nur so vor Ideen. Das war unglaublich inspirierend.“
Berufsbegleitend zu studieren bedeutet allerdings auch, Freizeit bewusst einzuteilen. Jana Mächtel absolvierte zeitweise vier Module pro Semester und investierte jede Woche fünf bis zehn Stunden zusätzlich ins Studium.
„Freitag nach der Arbeit und Samstagvormittag waren meistens für die Hochschule reserviert.“Der Schlüssel zum Erfolg sei ein klarer Rhythmus gewesen.
„Zeitmanagement ist alles. Und natürlich Disziplin.“ Dass sie den Master bereits nach 22 Monaten abschloss, war auch ihrer bevorstehenden Versetzung in die USA geschuldet. „Das hat mich zusätzlich motiviert. Ich wollte den Abschluss unbedingt vorher in der Tasche haben.“
Heute arbeitet Jana Mächtel bei Mercedes-Benz in Alabama und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Für sie ist klar: Der Master war weit mehr als ein weiterer akademischer Abschluss.
„Durch den Bachelor war ich eher Generalistin. Mit dem Master wird man Spezialistin.“ Vor allem habe sie gelernt, komplexe Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten – eine Fähigkeit, die ihr heute täglich helfe. Ihr Rat an alle, die über eine berufsbegleitende Weiterbildung nachdenken?
„Schaut euch genau an, welches Studienkonzept zu eurem Leben passt. Es gibt so viel, was man noch lernen kann. Wichtig ist, den eigenen Interessen zu folgen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Dann lächelt sie. „Für mich persönlich war das eine der besten Entscheidungen überhaupt. Ich habe keine Sekunde bereut.“



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