22.10.2025
„Das ist ein massiver Schlag für die Beschäftigten, für die Region und für den Industriestandort insgesamt“, sagt Volker Hasbargen, Präsident der IHK Karlsruhe. Die Sorge ist groß, dass der Fall Neff kein Einzelfall bleibt.
Der Rückzug des Hausgeräteherstellers steht sinnbildlich für eine Entwicklung, die sich in vielen Industriebetrieben abzeichnet: Der industrielle Stellenabbau hinterlässt tiefe Spuren – weit über die Werkstore hinaus. Jeder Arbeitsplatz in der Industrie sichert weitere Jobs in Zulieferbetrieben, im Handwerk und bei Dienstleistern. Wenn ein Werk schließt, geraten ganze regionale Wertschöpfungsketten ins Wanken.
Mit einem Anteil des Produzierenden Gewerbes von rund 40 Prozent an der Bruttowertschöpfung (2023) ist Baden-Württemberg weiterhin das industriewirtschaftliche Kernland Deutschlands. Doch das Fundament bröckelt. Hohe Energiepreise, wachsende Bürokratie und eine zunehmend marode Infrastruktur setzen Unternehmen zunehmend unter Druck.
„Diese Zahl unterstreicht die enorme Bedeutung der Industrie für die Zukunftsfähigkeit des Standorts und damit die Grundlagen unserer Gesellschaft“, betont Hasbargen. „Was wir jetzt brauchen, sind schnelle Entscheidungen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern – von wettbewerbsfähigen Energiepreisen über weniger Bürokratie bis hin zu einer besseren Infrastruktur und Digitalisierung.“
Die jüngste Standortumfrage der IHK Karlsruhe liefert ernüchternde Einblicke: Viele Unternehmen klagen über explodierende Kosten, überbordende Regulierung und fehlende Planungssicherheit. Für Hasbargen ist klar: Wenn Politik und Verwaltung jetzt nicht handeln, droht der schleichende Verlust industrieller Stärke.
„Die Industrie ist das Herzstück unseres Wirtschaftsstandorts. Sie prägt Beschäftigung, Wertschöpfung und Innovation im Land“, sagt Hasbargen. Seine Botschaft ist unmissverständlich: „Ich befürchte, der Fall Neff wird nicht der Einzige bleiben. Die Zeichen stehen extrem schlecht – da gibt es keine Diskussionen mehr. Jetzt geht es darum, der Industrie wieder Luft zum Atmen zu geben – durch weniger Bürokratie, mehr Tempo und klare industriepolitische Prioritätensetzung.“
Die Wirtschaft sei bereit, ihren Teil zu leisten, so Hasbargen weiter. „Doch sie wird durch die derzeitigen Rahmenbedingungen in den Regen gestellt.“
pm/tm
22.10.2025
„Die Industrie ist das Herzstück unseres Wirtschaftsstandorts. Sie prägt Beschäftigung, Wertschöpfung und Innovation im Land.“
„Das ist ein massiver Schlag für die Beschäftigten, für die Region und für den Industriestandort insgesamt“, sagt Volker Hasbargen, Präsident der IHK Karlsruhe. Die Sorge ist groß, dass der Fall Neff kein Einzelfall bleibt.
Der Rückzug des Hausgeräteherstellers steht sinnbildlich für eine Entwicklung, die sich in vielen Industriebetrieben abzeichnet: Der industrielle Stellenabbau hinterlässt tiefe Spuren – weit über die Werkstore hinaus. Jeder Arbeitsplatz in der Industrie sichert weitere Jobs in Zulieferbetrieben, im Handwerk und bei Dienstleistern. Wenn ein Werk schließt, geraten ganze regionale Wertschöpfungsketten ins Wanken.
Mit einem Anteil des Produzierenden Gewerbes von rund 40 Prozent an der Bruttowertschöpfung (2023) ist Baden-Württemberg weiterhin das industriewirtschaftliche Kernland Deutschlands. Doch das Fundament bröckelt. Hohe Energiepreise, wachsende Bürokratie und eine zunehmend marode Infrastruktur setzen Unternehmen zunehmend unter Druck.
„Diese Zahl unterstreicht die enorme Bedeutung der Industrie für die Zukunftsfähigkeit des Standorts und damit die Grundlagen unserer Gesellschaft“, betont Hasbargen. „Was wir jetzt brauchen, sind schnelle Entscheidungen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern – von wettbewerbsfähigen Energiepreisen über weniger Bürokratie bis hin zu einer besseren Infrastruktur und Digitalisierung.“
Die jüngste Standortumfrage der IHK Karlsruhe liefert ernüchternde Einblicke: Viele Unternehmen klagen über explodierende Kosten, überbordende Regulierung und fehlende Planungssicherheit. Für Hasbargen ist klar: Wenn Politik und Verwaltung jetzt nicht handeln, droht der schleichende Verlust industrieller Stärke.
„Die Industrie ist das Herzstück unseres Wirtschaftsstandorts. Sie prägt Beschäftigung, Wertschöpfung und Innovation im Land“, sagt Hasbargen. Seine Botschaft ist unmissverständlich: „Ich befürchte, der Fall Neff wird nicht der Einzige bleiben. Die Zeichen stehen extrem schlecht – da gibt es keine Diskussionen mehr. Jetzt geht es darum, der Industrie wieder Luft zum Atmen zu geben – durch weniger Bürokratie, mehr Tempo und klare industriepolitische Prioritätensetzung.“
Die Wirtschaft sei bereit, ihren Teil zu leisten, so Hasbargen weiter. „Doch sie wird durch die derzeitigen Rahmenbedingungen in den Regen gestellt.“
pm/tm