11.06.2026
Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, hat NEURA Robotics eine Finanzierungsrunde von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Beteiligt sind unter anderem Tether, Qualcomm Technologies, Amazon, NVIDIA, Bosch, Schaeffler sowie die Europäische Investitionsbank. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die bislang größte Finanzierungsrunde eines Full-Stack-Robotikunternehmens.
Die Investoren setzen damit auf eine Technologie, die in den kommenden Jahren weit über Fabrikhallen hinausreichen soll. NEURA entwickelt sogenannte kognitive Roboter – Maschinen, die ihre Umgebung wahrnehmen, aus Erfahrungen lernen und Aufgaben zunehmend selbstständig ausführen können.

„Die Zukunft der KI wird nicht einfach auf Bildschirmen stattfinden“, sagt NEURA-Gründer und Vorstandschef David Reger. „Sie wird sich bewegen, interagieren, lernen und in der realen Welt an unserer Seite arbeiten.“
Die Idee dahinter wird in der Branche unter dem Begriff „Physical AI“ diskutiert. Gemeint ist die Verbindung von künstlicher Intelligenz mit Robotik, Sensorik und realen Arbeitsprozessen. Während heutige KI vor allem Informationen verarbeitet, sollen künftige Systeme auch physisch handeln können – in der Produktion, in Logistikzentren, im Gesundheitswesen oder eines Tages im Haushalt.

Genau darauf richtet NEURA seine Strategie aus. Das Unternehmen baut nicht nur Roboter, sondern entwickelt mit dem sogenannten „Neuraverse“ auch eine Plattform, über die Maschinen Fähigkeiten austauschen und voneinander lernen können. Ähnlich wie Software über die Cloud aktualisiert wird, sollen künftig Roboter weltweit neue Fertigkeiten erhalten und Erfahrungen teilen.
Das frische Kapital soll nach Unternehmensangaben vor allem in den Ausbau dieser Plattform, in neue Produktionskapazitäten sowie in sogenannte „NEURA Gyms“ fließen. Dabei handelt es sich um reale Trainingsumgebungen, in denen Roboter lernen und Daten sammeln können.

Bemerkenswert ist vor allem die Zusammensetzung der Investoren. Neben internationalen Technologieunternehmen beteiligen sich mit Bosch und Schaeffler auch zwei Schwergewichte der deutschen Industrie. Für die Europäische Investitionsbank ist das Engagement zugleich ein Signal für die technologische Wettbewerbsfähigkeit Europas.
„Mit unserer Unterstützung für NEURA Robotics setzt die Europäische Investitionsbank gezielt europäische Mittel für die nächste Welle von Physical AI und kognitiver Robotik ein“, erklärt EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer.
Für Europa kommt die Entwicklung zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Während die globale KI-Debatte bislang von Konzernen aus den USA und China dominiert wird, entstehen im Bereich Robotik neue Marktchancen. Insbesondere der Fachkräftemangel, alternde Gesellschaften und steigende Produktivitätsanforderungen erhöhen den Druck, körperliche Arbeit stärker zu automatisieren.
NEURA sieht sich dabei nicht nur als Robotikhersteller, sondern als Infrastrukturunternehmen für eine neue Generation intelligenter Maschinen. Nach Unternehmensangaben liegt der Auftragsbestand bereits bei mehr als einer Milliarde US-Dollar.
Mit der Rekordfinanzierung steigen allerdings auch die Erwartungen. Das Unternehmen kündigt an, die Produktion bis 2030 auf mehrere Millionen Roboter hochzufahren. Ob dieses Tempo tatsächlich erreicht werden kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell Unternehmen und Gesellschaft die neuen Technologien annehmen.
Fest steht jedoch schon jetzt: Kaum ein deutsches Robotikunternehmen hat in den vergangenen Jahren international so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie NEURA Robotics.
tm/pm
11.06.2026
Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, hat NEURA Robotics eine Finanzierungsrunde von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Beteiligt sind unter anderem Tether, Qualcomm Technologies, Amazon, NVIDIA, Bosch, Schaeffler sowie die Europäische Investitionsbank. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die bislang größte Finanzierungsrunde eines Full-Stack-Robotikunternehmens.
Die Investoren setzen damit auf eine Technologie, die in den kommenden Jahren weit über Fabrikhallen hinausreichen soll. NEURA entwickelt sogenannte kognitive Roboter – Maschinen, die ihre Umgebung wahrnehmen, aus Erfahrungen lernen und Aufgaben zunehmend selbstständig ausführen können.

„Die Zukunft der KI wird nicht einfach auf Bildschirmen stattfinden“, sagt NEURA-Gründer und Vorstandschef David Reger. „Sie wird sich bewegen, interagieren, lernen und in der realen Welt an unserer Seite arbeiten.“
Die Idee dahinter wird in der Branche unter dem Begriff „Physical AI“ diskutiert. Gemeint ist die Verbindung von künstlicher Intelligenz mit Robotik, Sensorik und realen Arbeitsprozessen. Während heutige KI vor allem Informationen verarbeitet, sollen künftige Systeme auch physisch handeln können – in der Produktion, in Logistikzentren, im Gesundheitswesen oder eines Tages im Haushalt.

Genau darauf richtet NEURA seine Strategie aus. Das Unternehmen baut nicht nur Roboter, sondern entwickelt mit dem sogenannten „Neuraverse“ auch eine Plattform, über die Maschinen Fähigkeiten austauschen und voneinander lernen können. Ähnlich wie Software über die Cloud aktualisiert wird, sollen künftig Roboter weltweit neue Fertigkeiten erhalten und Erfahrungen teilen.
Das frische Kapital soll nach Unternehmensangaben vor allem in den Ausbau dieser Plattform, in neue Produktionskapazitäten sowie in sogenannte „NEURA Gyms“ fließen. Dabei handelt es sich um reale Trainingsumgebungen, in denen Roboter lernen und Daten sammeln können.

Bemerkenswert ist vor allem die Zusammensetzung der Investoren. Neben internationalen Technologieunternehmen beteiligen sich mit Bosch und Schaeffler auch zwei Schwergewichte der deutschen Industrie. Für die Europäische Investitionsbank ist das Engagement zugleich ein Signal für die technologische Wettbewerbsfähigkeit Europas.
„Mit unserer Unterstützung für NEURA Robotics setzt die Europäische Investitionsbank gezielt europäische Mittel für die nächste Welle von Physical AI und kognitiver Robotik ein“, erklärt EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer.
Für Europa kommt die Entwicklung zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Während die globale KI-Debatte bislang von Konzernen aus den USA und China dominiert wird, entstehen im Bereich Robotik neue Marktchancen. Insbesondere der Fachkräftemangel, alternde Gesellschaften und steigende Produktivitätsanforderungen erhöhen den Druck, körperliche Arbeit stärker zu automatisieren.
NEURA sieht sich dabei nicht nur als Robotikhersteller, sondern als Infrastrukturunternehmen für eine neue Generation intelligenter Maschinen. Nach Unternehmensangaben liegt der Auftragsbestand bereits bei mehr als einer Milliarde US-Dollar.
Mit der Rekordfinanzierung steigen allerdings auch die Erwartungen. Das Unternehmen kündigt an, die Produktion bis 2030 auf mehrere Millionen Roboter hochzufahren. Ob dieses Tempo tatsächlich erreicht werden kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell Unternehmen und Gesellschaft die neuen Technologien annehmen.
Fest steht jedoch schon jetzt: Kaum ein deutsches Robotikunternehmen hat in den vergangenen Jahren international so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie NEURA Robotics.
tm/pm
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