Vom Ferienbesuch zum Praktikumsplatz: „Offen für morgen“ bringt Jugendliche und Unternehmen zusammen

Wie geht es nach der Schule weiter? Eine Antwort darauf findet sich am besten dort, wo Ausbildung tatsächlich stattfindet. Bei der Sommerferienaktion „Offen für morgen“ konnten Schülerinnen und Schüler aus Pforzheim und dem Enzkreis deshalb Unternehmen besuchen, Berufe ausprobieren und Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfen. Für eine Teilnehmerin führte der Weg sogar direkt zum Praktikumsplatz.
„Offen für morgen 2026_Gruppenfoto_Abschluss“: Die Gewinnerinnen und Gewinner des „Offen für morgen“-Gewinnspiels mit Kerstin Weipert (links) und Anna Schaudel (rechts) vom WSP. Foto: ©Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim; Ralf Ziegler

10.09.2026

Werkstatt, Pflege, Kosmetik, Hotellerie oder Theater statt Klassenzimmer: Vom 30. Juli bis 2. September 2026öffneten Pforzheimer Unternehmen und Einrichtungen ihre Türen für Jugendliche, die sich mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen. Organisiert wurde „Offen für morgen“ vom städtischen Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP).

Unter dem Motto „Schule – und was dann? Ausbildungsberufe und Unternehmen kennenlernen“ standen rund zehn Unternehmensbesuche auf dem Ferienprogramm. Jeweils etwa zwei Stunden lang konnten die Jugendlichen hinter die Kulissen schauen, Beschäftigten bei ihrer Arbeit begegnen und erfahren, welche Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten es vor Ort gibt.

Dabei blieb es nicht bei der Theorie. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst Hand anlegen und Tätigkeiten aus den jeweiligen Berufsfeldern ausprobieren. Hinzu kamen Tipps zur Berufswahl und zur Bewerbung.

Viele Jugendliche besuchten gleich mehrere Unternehmen

Das Interesse war auch 2026 groß. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten nicht nur einen Termin, sondern nahmen gleich an mehreren Unternehmensbesuchen teil.

„Außerdem haben wir durchweg sehr gute Rückmeldungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie deren Eltern und Lehrkräften erhalten – sowohl zum Projekt an sich als auch zu den einzelnen Unternehmensbesuchen“, freut sich Projektleiterin Kerstin Weipert vom WSP.

Nach Angaben des WSP würden alle teilnehmenden Jugendlichen die Aktion einer Freundin oder einem Freund weiterempfehlen. Für die Wirtschaftsförderung ist das zugleich ein Zeichen dafür, mit welchem Engagement die beteiligten Unternehmen ihren jungen Gästen Einblicke in den Arbeitsalltag und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vermittelt haben.

Wenn aus dem Kennenlernen eine Bewerbung wird

Besonders wertvoll wird ein solcher Ferienbesuch, wenn aus dem ersten Kontakt mehr entsteht.

„Besonders erfreulich ist, wenn teilnehmende Unternehmen im Anschluss an einen Besuch im Rahmen von „Offen für morgen“ von eingegangenen Bewerbungen für Praktika oder Ausbildungsplätze berichten“, ergänzt Markus Epple, Geschäftsbereichsleiter der Wirtschaftsförderung beim WSP.

Dass genau das funktioniert, zeigt eine der Gewinnerinnen des diesjährigen „Offen für morgen“-Gewinnspiels: „Bei einem Unternehmen, das ich besucht habe, habe ich mich danach direkt gemeldet und werde in den Herbstferien dort ein Praktikum machen und mich für das Ausbildungsjahr 2027 bewerben“.

Drei Jugendliche gewinnen beim Ferien-Gewinnspiel

Zum Abschluss der Unternehmensbesuche konnten die Jugendlichen an einem Gewinnspiel teilnehmen. Zwei Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer durften sich bei der Preisübergabe über eine Pforzheim-Goodie-Bag freuen. Darin befanden sich unter anderem ein Spiel und ein Pforzheimer Einkaufsgutschein.

Zusätzlich erhielten die drei Gewinnerinnen und Gewinner ein Produktpaket der Laboratoire Biosthétique Kosmetik GmbH & Co. KG. Das Unternehmen gehörte selbst zu den Gastgebern der diesjährigen Aktion.

Insgesamt beteiligten sich elf Unternehmen und Einrichtungen an „Offen für morgen“ 2026: KEMMLER Baustoffe Pforzheim GmbH, ADMEDES GmbH, Laboratoire Biosthétique Kosmetik GmbH & Co. KG, Hotel Ochsen Post und Restaurants, STÖBER Antriebstechnik GmbH + Co. KG, Hahn Automobile GmbH & Co. KG, Siloah Bildungszentrum für Pflegeberufe, Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis e.V., Dettinger Schmuck GmbH, IMO Oberflächentechnik GmbH sowie die Stadt Pforzheim mit dem Theater.

pm/tm

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