17.08.2026
Für eine Ausbildung in diesem Jahr ist es noch nicht zu spät. In Pforzheim sind derzeit noch 211 Ausbildungsplätze frei. Acht davon gibt es im Baugewerbe, weitere zehn Jugendliche können noch eine Ausbildung als Maler oder Lackierer beginnen. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Nordbaden unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur hin.
Die Gewerkschaft appelliert deshalb an junge Menschen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, die kommenden Wochen zu nutzen.
„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Wolfgang Kreis. Der Vorsitzende der IG BAU Nordbaden rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.
Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigen die Zahlen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Baden-Württemberg rund 333.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz.
Auch in Pforzheim ist das Thema besonders relevant: 72 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss.
Gerade ihnen empfiehlt die IG BAU, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. Denn auch wer bisher noch keine Stelle gefunden hat, muss nicht bis zum nächsten Jahr warten.
„Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Wolfgang Kreis.
Wer noch unsicher ist, welcher Beruf infrage kommt oder wo es freie Stellen gibt, kann sich Unterstützung holen. Die IG BAU empfiehlt unter anderem die Jugendberufsagentur (JBA). Auch die Arbeitsagentur bietet Berufsberatung vor Ort und digital an.
Nach Ansicht der Gewerkschaft lohnt sich dabei insbesondere das persönliche Gespräch. Es könne helfen, die eigenen Möglichkeiten besser einzuschätzen und passende Ausbildungsangebote zu finden.
Doch junge Menschen sollten sich nicht allein auf ausgeschriebene Stellen verlassen. Die IG BAU empfiehlt, auch selbst auf Unternehmen zuzugehen.
„Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Kreis.
Neben dem gewünschten Beruf sollten Ausbildungssuchende deshalb auch darauf achten, wie ein Unternehmen ausbildet und welche Perspektiven es anschließend bietet. Ausbildungsqualität, Bezahlung und mögliche Übernahmechancen seien wichtige Kriterien bei der Wahl des Betriebs.
pm/tm
17.08.2026
Für eine Ausbildung in diesem Jahr ist es noch nicht zu spät. In Pforzheim sind derzeit noch 211 Ausbildungsplätze frei. Acht davon gibt es im Baugewerbe, weitere zehn Jugendliche können noch eine Ausbildung als Maler oder Lackierer beginnen. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Nordbaden unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur hin.
Die Gewerkschaft appelliert deshalb an junge Menschen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, die kommenden Wochen zu nutzen.
„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Wolfgang Kreis. Der Vorsitzende der IG BAU Nordbaden rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.
Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigen die Zahlen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Baden-Württemberg rund 333.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz.
Auch in Pforzheim ist das Thema besonders relevant: 72 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss.
Gerade ihnen empfiehlt die IG BAU, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. Denn auch wer bisher noch keine Stelle gefunden hat, muss nicht bis zum nächsten Jahr warten.
„Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Wolfgang Kreis.
Wer noch unsicher ist, welcher Beruf infrage kommt oder wo es freie Stellen gibt, kann sich Unterstützung holen. Die IG BAU empfiehlt unter anderem die Jugendberufsagentur (JBA). Auch die Arbeitsagentur bietet Berufsberatung vor Ort und digital an.
Nach Ansicht der Gewerkschaft lohnt sich dabei insbesondere das persönliche Gespräch. Es könne helfen, die eigenen Möglichkeiten besser einzuschätzen und passende Ausbildungsangebote zu finden.
Doch junge Menschen sollten sich nicht allein auf ausgeschriebene Stellen verlassen. Die IG BAU empfiehlt, auch selbst auf Unternehmen zuzugehen.
„Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Kreis.
Neben dem gewünschten Beruf sollten Ausbildungssuchende deshalb auch darauf achten, wie ein Unternehmen ausbildet und welche Perspektiven es anschließend bietet. Ausbildungsqualität, Bezahlung und mögliche Übernahmechancen seien wichtige Kriterien bei der Wahl des Betriebs.
pm/tm
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