15.07.2026
Nur 180 Sekunden bleiben den Teilnehmenden beim internationalen Wissenschaftswettbewerb FameLab, um ein komplexes Forschungsthema verständlich, unterhaltsam und wissenschaftlich fundiert zu präsentieren. Mona Wellhäusser vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gelang genau das: Vor mehr als 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern setzte sich die Doktorandin im Deutschlandfinale in Bielefeld gegen neun weitere Nachwuchsforschende durch.
Mit ihrem Vortrag über die sogenannte Expansionsmikroskopie überzeugte sie Jury und Publikum gleichermaßen. Damit geht der Titel nach den Erfolgen von Dr. Christian Scharun und Dr. Aysel Ahadova bereits zum dritten Mal nach Karlsruhe.
Um zu zeigen, wie sich winzige Zellstrukturen sichtbar machen lassen, griff Wellhäusser zu einem ungewöhnlichen Hilfsmittel: einem roten Wackelpudding. Anhand dieses Modells erklärte sie das Prinzip der Expansionsmikroskopie. Dabei werden Zellen in ein quellbares Polymergel eingebettet, an das die Biomoleküle chemisch gebunden sind. Wird Wasser hinzugefügt, dehnt sich das Gel gleichmäßig aus und vergrößert den Abstand zwischen den Molekülen. Auf diese Weise lassen sich selbst kleinste Zellstrukturen mit herkömmlichen Lichtmikroskopen in Nanometer-Auflösung sichtbar machen.
Die Präsentation erfüllte damit die drei zentralen Bewertungskriterien von FameLab: wissenschaftlicher Gehalt (Content), Verständlichkeit (Clarity) und Ausstrahlung (Charisma).
Auch in Karlsruhe wurde der Erfolg mit Freude aufgenommen. Wissenschafts- und Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz betont:
„Wir sind außerordentlich stolz darauf, dass unsere Karlsruher Kandidatin Mona Wellhäusser das Deutschlandfinale von FameLab für sich entscheiden konnte. Dieser Sieg ist ein persönlicher Triumph für eine hochtalentierte Forscherin und auch ein glänzendes Aushängeschild für die Wissenschaftsstadt Karlsruhe. Uns ist es ein großes Anliegen, Spitzenforschung nahbar, verständlich und lebendig zu machen. Genau das ist hier auf höchstem Niveau gelungen. Ich drücke für das Weltfinale fest die Daumen.“
Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits im Mai gelegt. Am 8. Mai 2026 gewann Mona Wellhäusser den Karlsruher Regionalentscheid, der vom Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung Karlsruhe im Kulturzentrum Tollhaus organisiert wurde. Der erneute Bundessieg unterstreicht die starke Nachwuchsförderung und die hohe Wissenschaftskompetenz des Standorts Karlsruhe.
Im Herbst vertritt Wellhäusser Deutschland beim internationalen FameLab-Weltfinale im polnischen Katowice. Für die KIT-Forscherin steht dabei nicht allein der Wettbewerb im Mittelpunkt:
„Formate wie FameLab sind eine herrliche Möglichkeit, im Publikum Begeisterung für die Wissenschaft zu stiften und Neugierde zu wecken. Durch Einblicke in Forschungsprojekte, die sonst oft nur hinter geschlossenen Türen stattfinden, wird Wissenschaft zugänglicher, menschlicher und vertrauenswürdiger. Und vielleicht schaffen wir es sogar, zukünftige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu inspirieren, und tragen so einen klitzekleinen Teil zur Innovationskraft von morgen bei.“
Wer selbst wissenschaftliche Themen auf die Bühne bringen möchte, kann sich schon bald bewerben: Die Anmeldung für den Karlsruher FameLab-Vorentscheid 2027 startet im Winter.
pm/tm
15.07.2026
„Formate wie FameLab sind eine herrliche Möglichkeit, im Publikum Begeisterung für die Wissenschaft zu stiften und Neugierde zu wecken."
Nur 180 Sekunden bleiben den Teilnehmenden beim internationalen Wissenschaftswettbewerb FameLab, um ein komplexes Forschungsthema verständlich, unterhaltsam und wissenschaftlich fundiert zu präsentieren. Mona Wellhäusser vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gelang genau das: Vor mehr als 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern setzte sich die Doktorandin im Deutschlandfinale in Bielefeld gegen neun weitere Nachwuchsforschende durch.
Mit ihrem Vortrag über die sogenannte Expansionsmikroskopie überzeugte sie Jury und Publikum gleichermaßen. Damit geht der Titel nach den Erfolgen von Dr. Christian Scharun und Dr. Aysel Ahadova bereits zum dritten Mal nach Karlsruhe.
Um zu zeigen, wie sich winzige Zellstrukturen sichtbar machen lassen, griff Wellhäusser zu einem ungewöhnlichen Hilfsmittel: einem roten Wackelpudding. Anhand dieses Modells erklärte sie das Prinzip der Expansionsmikroskopie. Dabei werden Zellen in ein quellbares Polymergel eingebettet, an das die Biomoleküle chemisch gebunden sind. Wird Wasser hinzugefügt, dehnt sich das Gel gleichmäßig aus und vergrößert den Abstand zwischen den Molekülen. Auf diese Weise lassen sich selbst kleinste Zellstrukturen mit herkömmlichen Lichtmikroskopen in Nanometer-Auflösung sichtbar machen.
Die Präsentation erfüllte damit die drei zentralen Bewertungskriterien von FameLab: wissenschaftlicher Gehalt (Content), Verständlichkeit (Clarity) und Ausstrahlung (Charisma).
Auch in Karlsruhe wurde der Erfolg mit Freude aufgenommen. Wissenschafts- und Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz betont:
„Wir sind außerordentlich stolz darauf, dass unsere Karlsruher Kandidatin Mona Wellhäusser das Deutschlandfinale von FameLab für sich entscheiden konnte. Dieser Sieg ist ein persönlicher Triumph für eine hochtalentierte Forscherin und auch ein glänzendes Aushängeschild für die Wissenschaftsstadt Karlsruhe. Uns ist es ein großes Anliegen, Spitzenforschung nahbar, verständlich und lebendig zu machen. Genau das ist hier auf höchstem Niveau gelungen. Ich drücke für das Weltfinale fest die Daumen.“
Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits im Mai gelegt. Am 8. Mai 2026 gewann Mona Wellhäusser den Karlsruher Regionalentscheid, der vom Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung Karlsruhe im Kulturzentrum Tollhaus organisiert wurde. Der erneute Bundessieg unterstreicht die starke Nachwuchsförderung und die hohe Wissenschaftskompetenz des Standorts Karlsruhe.
Im Herbst vertritt Wellhäusser Deutschland beim internationalen FameLab-Weltfinale im polnischen Katowice. Für die KIT-Forscherin steht dabei nicht allein der Wettbewerb im Mittelpunkt:
„Formate wie FameLab sind eine herrliche Möglichkeit, im Publikum Begeisterung für die Wissenschaft zu stiften und Neugierde zu wecken. Durch Einblicke in Forschungsprojekte, die sonst oft nur hinter geschlossenen Türen stattfinden, wird Wissenschaft zugänglicher, menschlicher und vertrauenswürdiger. Und vielleicht schaffen wir es sogar, zukünftige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu inspirieren, und tragen so einen klitzekleinen Teil zur Innovationskraft von morgen bei.“
Wer selbst wissenschaftliche Themen auf die Bühne bringen möchte, kann sich schon bald bewerben: Die Anmeldung für den Karlsruher FameLab-Vorentscheid 2027 startet im Winter.
pm/tm