24.08.2026
Wird Ihnen beim Gedanken an den bevorstehenden Herbst schon mulmig – oder gehören Sie eher zu den Menschen, die froh sind, endlich nicht mehr bei 30 Grad schwitzen zu müssen?
Jedes Jahr um diese Zeit passiert etwas Interessantes. Eigentlich ist noch Sommer und wir sitzen draußen, laufen in Sandalen herum und genießen die langen Tage. Trotzdem merken wir, es verändert sich etwas. Morgens ist die Luft kühler, abends wird es früher dunkel und irgendwo hängt garantiert schon das erste gelbe Blatt. Und – zack – ist unser Kopf im November: „Oh nein! Jetzt kommen wieder diese dunklen Monate.“ Dabei ist der Sommer noch nicht einmal vorbei.
Das ist generell so eine Spezialität von uns Menschen, dass wir gedanklich oft schon beim Verlust sind, obwohl das Schöne noch da ist. Aus einem kühlen Morgen wird plötzlich ein grauer Novembertag und aus dem früheren Sonnenuntergang gleich ein halber Winter. Übergänge sind für viele Menschen schwierig, denn etwas Vertrautes verändert sich, während wir noch gar nicht wissen, wie sich das Neue anfühlen wird. Unser Gehirn mag Vertrautes, denn es gibt uns Sicherheit, wogegen Veränderung immer auch ein kleines bisschen Kontrollverlust bedeutet. Und dann versuchen wir festzuhalten, den Urlaub, eine schöne Lebensphase oder eben den Sommer. Aber vielleicht müssen wir gar nicht alles festhalten. Vielleicht reicht die Frage: „Was davon möchte ich mitnehmen?“
Denn was vermissen wir eigentlich am Sommer? Ist es wirklich die Wärme – oder ist es nicht vielmehr dieses Lebensgefühl? Morgens den Kaffee draußen trinken, spontan ein Eis essen, abends länger sitzen bleiben und irgendwie das Leben ein bisschen leichter zu nehmen. Davon lässt sich erstaunlich viel mit in den Herbst nehmen. Nicht die 27 Grad am See, aber die kleine Pause am Nachmittag. Nicht den Grillabend bis Mitternacht, aber Freunde zum Essen einladen. Nicht barfuß durch die Wiese gehen, aber trotzdem jeden Tag eine Runde nach draußen gehen. Vielleicht ist Sommer eben nicht nur eine Jahreszeit, Sommer kann auch eine Haltung sein. Und dann müssen wir Herbst und Sommer gar nicht gegeneinander ausspielen. Wir können noch draußen essen und irgendwann eine Decke holen. Die letzten warmen Tage genießen und abends trotzdem schon die erste Kerze anzünden. Denn der Herbst kann Dinge, die der Sommer nun mal nicht kann: dieses besondere Licht, klare Luft, bunte Blätter, warme Pullover und die erste Tasse Tee, die nach Monaten plötzlich wieder richtig gut schmeckt. Es ist nicht weniger Leben – es fühlt sich nur anders an. Und genau das gilt auch für andere Übergänge. Urlaube enden, Kinder werden größer und Beziehungen verändern sich. Lebensphasen gehen vorbei und neue beginnen, das können wir nicht verhindern. Wir müssen auch nicht jede Veränderung toll finden. Aber wir können aufpassen, dass wir nicht schon um etwas trauern, während wir noch mittendrin im Genießen sind. Vielleicht bedeutet genau das Loslassen, etwas schön finden zu dürfen, ohne es für immer festhalten zu müssen. Also nehmen Sie ruhig etwas Sommer mit! Die Leichtigkeit, die kleinen Pausen und das Draußen sein. Und vielleicht auch dieses Gefühl, dass ein Tag einfach schön sein darf, ohne dass irgendetwas Besonderes passieren muss. Und wenn Ihr Kopf irgendwann sagt: „Ach nee, jetzt kommen die dunklen Monate.“ Dann sagen Sie ihm: „Ja, aber bis dahin genieße ich erst mal heute und nehme dieses Gefühl einfach mit.“
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Das ist generell so eine Spezialität von uns Menschen, dass wir gedanklich oft schon beim Verlust sind, obwohl das Schöne noch da ist. Aus einem kühlen Morgen wird plötzlich ein grauer Novembertag und aus dem früheren Sonnenuntergang gleich ein halber Winter. Übergänge sind für viele Menschen schwierig, denn etwas Vertrautes verändert sich, während wir noch gar nicht wissen, wie sich das Neue anfühlen wird. Unser Gehirn mag Vertrautes, denn es gibt uns Sicherheit, wogegen Veränderung immer auch ein kleines bisschen Kontrollverlust bedeutet. Und dann versuchen wir festzuhalten, den Urlaub, eine schöne Lebensphase oder eben den Sommer. Aber vielleicht müssen wir gar nicht alles festhalten. Vielleicht reicht die Frage: „Was davon möchte ich mitnehmen?“
Denn was vermissen wir eigentlich am Sommer? Ist es wirklich die Wärme – oder ist es nicht vielmehr dieses Lebensgefühl? Morgens den Kaffee draußen trinken, spontan ein Eis essen, abends länger sitzen bleiben und irgendwie das Leben ein bisschen leichter zu nehmen. Davon lässt sich erstaunlich viel mit in den Herbst nehmen. Nicht die 27 Grad am See, aber die kleine Pause am Nachmittag. Nicht den Grillabend bis Mitternacht, aber Freunde zum Essen einladen. Nicht barfuß durch die Wiese gehen, aber trotzdem jeden Tag eine Runde nach draußen gehen. Vielleicht ist Sommer eben nicht nur eine Jahreszeit, Sommer kann auch eine Haltung sein. Und dann müssen wir Herbst und Sommer gar nicht gegeneinander ausspielen. Wir können noch draußen essen und irgendwann eine Decke holen. Die letzten warmen Tage genießen und abends trotzdem schon die erste Kerze anzünden. Denn der Herbst kann Dinge, die der Sommer nun mal nicht kann: dieses besondere Licht, klare Luft, bunte Blätter, warme Pullover und die erste Tasse Tee, die nach Monaten plötzlich wieder richtig gut schmeckt. Es ist nicht weniger Leben – es fühlt sich nur anders an. Und genau das gilt auch für andere Übergänge. Urlaube enden, Kinder werden größer und Beziehungen verändern sich. Lebensphasen gehen vorbei und neue beginnen, das können wir nicht verhindern. Wir müssen auch nicht jede Veränderung toll finden. Aber wir können aufpassen, dass wir nicht schon um etwas trauern, während wir noch mittendrin im Genießen sind. Vielleicht bedeutet genau das Loslassen, etwas schön finden zu dürfen, ohne es für immer festhalten zu müssen. Also nehmen Sie ruhig etwas Sommer mit! Die Leichtigkeit, die kleinen Pausen und das Draußen sein. Und vielleicht auch dieses Gefühl, dass ein Tag einfach schön sein darf, ohne dass irgendetwas Besonderes passieren muss. Und wenn Ihr Kopf irgendwann sagt: „Ach nee, jetzt kommen die dunklen Monate.“ Dann sagen Sie ihm: „Ja, aber bis dahin genieße ich erst mal heute und nehme dieses Gefühl einfach mit.“
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https://www.antjeholzer.de/deineauszeit
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